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JFV Sulzbach unterstützt Jugendprojekt in Nigeria

Der Jugendförderverein (JFV) Sulzbach e.V., der Zusammenschluss der Jugenden des FC Heitersheim und der Sportfreunde Grißheim engagiert sich bei einem Jugendprojekt in Abuja, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Nigeria.

Der Grißheimer Vorstand des JFV, Thomas Walz, ist ehemaliger Berufssoldat und war zuletzt als Militärattachéfeldwebel in der Schweiz tätig. Auch im Ruhestand ist er in dieser Funktion noch regelmäßig rund um den Globus unterwegs und macht Urlaubsvertretung für die Militärattachéfeldwebel an den jeweiligen deutschen Botschaften. Seine letzte Dienstreise im April / Mai 2019 führte ihn dabei an die deutsche Botschaft nach Abuja, Nigeria. In Vorbereitung auf seine sechswöchige Dienstreise hat Thomas Walz von einem vom dortigen Botschaftspersonal unterstützten Jugendprojekt „Wind bekommen“ und hat einen nicht mehr benötigten Trikotsatz des FC Heitersheim mitgenommen. Auf Initiative von Hanno Hille, einem Botschaftsangehörigen, traf sich Thomas Walz in Gwarimpa Village, einem Vorort der nigerianischen Hauptstadt, mit Adiza Ujo, einer jungen Nigerianerin, die in Stuttgart studiert hat. Sie setzt sich in ihrer Heimat dafür ein, der Jugend eine Aufgabe und eine Perspektive zu geben. Sie lässt von den Dorfkindern im Vorort Plastikflaschen einsammeln, verkauft diese – wenn auch nur für kleines Geld – an eine Recycling-Firma und finanziert damit Essen und eine bessere Schulausbildung für die Kinder, die ansonsten wenig Zukunft in ihrem Leben im Viertel haben. Sie verfolgt mit Ihrem Engagement auch das Ziel, die Kinder zur Müllvermeidung und zu weniger Umweltverschmutzung zu erziehen.

Mit ihrem Plastikflaschen-Projekt hat sie jetzt auch die deutsche Botschaft erreicht, wo nun ebenfalls Sammelcontainer stehen. Frau Ujo, Herr Hille und Thomas Walz vereinbarten ein Fußballspiel mit Jugendlichen aus Gwarimpa, bei dem sich dann die „Shining Stars“ im hellblauen Trikot des FC Heitersheim den „Supa Stricers“ gegenüberstanden. Der neue Trikotsatz hat aber leider nicht geholfen und der Sieg ging an die „Supa Stricers“. Als kleine Überraschung zog Thomas Walz bei der Siegerehrung, bei der vom Botschaftspersonal finanzierte Pokale überreicht wurden, noch zwei Trikots in den Farben der deutschen Nationalmannschaft aus seiner Tasche, so dass aus jeder Mannschaft zusätzlich noch ein „Man of the Match“ ausgezeichnet werden konnte. Die beiden Mannschaften bedankten sich dafür mit einem selbst gebastelten Banner „Thank You FC Heitersheim / JFV Sulzbach“

Dieses Fußballspiel war aber noch nicht das Ende der Unterstützungsaktion: Beide Mannschaften erhielten nach dem Spiel die weitere Aufgabe, in den folgenden zwei Wochen möglichst viele Plastikflaschen in ihrem Wohnviertel einzusammeln. Nach 14 Tagen wurde das Plastik gewogen und hier gewannen dann die hellblauen „Heitersheimer“ den Wettbewerb. Sie bekamen dafür ein Mountainbike, das sofort reihum im Betrieb genommen wurde.

Diese Unterstützungsaktion machte das Viertel nicht nur sauberer, sondern gab den nahezu perspektivlosen Jugendlichen beider Mannschaften eine Aufgabe und einen Sinn in ihrem ansonsten wenig verheißungsvollen Leben. Mit dem Verkauf der Flaschen und sonstigem Plastik konnten wiederum Essensrationen und Unterrichtsmaterial für die Schulausbildung der Jungs und Mädels gekauft werden. Bei der Abreise Ende Mai gab Thomas Walz, der Initiatorin des „Plastikflaschen-Projektes“ die Zusage, noch in diesem Jahr weiteres Sportmaterial und Sportutensilien wie Trikots, Fußballschuhe und Bälle nach Abuja zu schicken. In den nächsten Wochen wird beim JFV „ausgemistet“, nicht mehr benötigtes, aber noch gut erhaltenes Sportmaterial wird gesichtet, gewaschen und dann nach Gwarimpa Village versandt werden.

Adiza Ujo und die beiden Mannschaften, Thomas Walz und Hanno Hille halten das Banner, das die Jugendlichen gebastelt haben.

Thomas Walz und die „Heitersheimer“ Spieler in ihrem Dorf Gwarimpa

Plastikflaschen für Essen und Schulbildung

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Der aktuelle Ausrüstungskatalog ist da:

Zum Bestellen wendet Euch an Euer Trainerteam oder an die Vorstandschaft.